Optimale Karpfenrute auswählen

Aktion einer Angelrute

Aktion einer Angelrute

Wer schon einmal einen Karpfen an der Rute hatte, wird diesen Fisch lieben. Viel Power bei der Flucht und Kampfgeist machen diesen Friedfisch aus. Damit der Drill optimal verläuft und der Fisch letztlich auch im Kescher landet, sollte die Angelausrüstung passend ausgelegt sein. Dazu gehört die Karpfenrute. Doch welche Karpfenrute ist gut? Wie wähle ich die Angelrute aus?

Eine Karpfenrute hat eine Länge von 9 bis 13 Fuß. Das entspricht einer Rutenlänge zwischen 2,70 und 3,90 Metern. Wie lang die Rute ist, hängt vom Gewässer ab und wie man die Rute einsetzen will. Noch wichtiger als die Länge ist die Aktion der Rute. Diese beschreibt das Biegeverhalten entlang der Rute. Zu unterscheiden ist hierbei zwischen „Fast Taper“ und „Compound Taper“.

Aktion einer Karpfenrute

  • Fast Taper: Krümmung der Rute im oberen Rutendrittel. Mit diesen Ruten lassen sich große Wurfweiten erzielen. Beim Drill hat die Rute dagegen im Ufernbereich einen großen Nachteil, da Fischfluchten schlecht abgefedert werden.
  • Compound Taper: Die Rute krümmt sich bis zum Handteil. Damit können nicht ganz so große Wurfweiten erzielt werden.
Aktion einer Angelrute

Aktion einer Angelrute

Es gibt bereits Hersteller von Angelruten, die die Vorteile beider Aktionstypen in einer Angelrute kombinieren.

Teleskop-Rute vs. Steckrute bei Karpfenruten

Hochwertige Karpfenruten sind meist Steckruten bestehend aus zwei oder drei zusammensteckbaren Einzelteilen. Ich würde generell immer Steckruten den Teleskopruten bevorzugen auch wenn letztere sich besser transportieren lassen. Der Grund dafür ist recht simpel: Steckruten haben weniger Schwachpunkte. Bei einer Teleskoprute gibt es immer da wo sich die Einzelstücke zusammen schieben lassen einen gewissen Teil, der nicht biegsam ist und damit nicht federt. Bei einer Steckrute gibt es nur einen oder zwei solcher Bereiche. Dadurch ist die Aktion der Steckrute deutlich besser. Übrigens haben Karpfenruten typischerweise ein langes Handteil, weil dann mit der Rute längere Wurfweiten erzielt werden. Oft liegen die Hotspots (je nach Gewässer) viele Meter weit entfernt vom eigentlichen Angelplatz.

Wurfgewicht einer Karpfenrute

Bei Karpfenruten werden meist keine Wurfgewichte angegeben. Stattdessen geben die Hersteller einen Pfund-Wert (lb) an. Dieser beschreibt wie viel Gewicht nötig ist, bis die Rute zu einem Viertelkreis geboten ist. Typische Karpfenruten haben zwischen 1,5 und 3,5 lbs. Wer möchte kann den Wert mit folgender Formel in das Wurfgewicht umrechnen:

Wurfgewicht = Testkurve in lbs x 454 Gramm : 16

Damit dicke Karpfen gelandet werden können, sollte die Testkurve (angegeben in lb) möglichst hoch sein. Mit solchen Ruten lassen sich auch größere Wurfweiten erreichen.

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Was ist bei einer Karpfenrute noch wichtig?

Heutige Karpfenruten bestehen meist aus Kohlefaser. Dieser Stoff ist leicht und stabil zugleich. Außerdem ist die Qualität der Rutenringe sehr wichtig. Da wo die Angelschnur lang läuft, sind die Ringe meist aus stabilem Keramik. Dies ist auch wichtig, um auch nach Jahren noch die Schnur unbeschadet zu führen. Übrigens wirkt auf den Spitzenring (Ring oben an der Rute) die größte Kraft beim Drill. Dieser sollte größere Kräfte aushalten können. Meist ist es der Ring, der als erstes Beschädigungen erleidet.

Zur Optik: Mittlerweile verzieren Rutenhersteller immer öfter ihre Angelruten. Daher achte ich beim Kauf auch immer darauf, dass mir die Rute auch optisch gefällt. Was bringt mir die beste Rute, wenn sie hässlich ist und letztendlich doch im Keller liegen bleibt?

Kurz etwas zum Preis: Für 100 bis 150 Euro bekommt man bereits eine hochwertige Karpfenrute. Bevor du diese kaufst, solltest du sie ein Mal in der Hand gehabt haben. Nicht selten liegt ein günstigeres Modell doch besser in der Hand.

Weitere Tipps? Hast du noch einen Tipp zur Auswahl einer Karpfenrute? Dann nutze das Kommentarfeld unten.

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