Teleskoprute oder Steckrute – Was ist besser?

Ob eine Steckrute oder Teleskoprute gekauft wird ist eine grundsätzliche Frage, die jeden Angler beschäftigt. Teleskopruten werden ausgeschoben und erreichen dadurch die Rutenlänge. Steckruten bestehen aus einzelnen Stücken, die zusammengesteckt werden. Beide Rutenarten haben ihre Vor- und Nachteile. Doch welche ist wirklich besser?

Wie so oft kann man diese Frage nicht mit einem Satz beantworten. Daher habe ich mir die Vor- und Nachteile der Ruten angeschaut. Preislich gibt es bei beiden Rutenarten teure und günstige Ruten, wobei günstige Steckruten eher selten zu finden sind.

Tipp: Günstige polnische Ruten vom Flohmarkt sollten gemieden werden. Ich habe selbst zwar nie welche gekauft, allerdings von vielen Anglern gehört, dass die Ringe minderwertig verarbeitet sind und die Ruten bzw. Ringe schnell brechen.

Allgemeines zur Teleskoprute

Die Teleskoprute besteht aus Endkappe, Handteil, Rollenhalter und den Ringen. Ihr größter Vorteil ist die Rutenlänge beim Transport. Da die Rute zusammen geschoben werden kann, passt sie locker in fast jede Rutentasche. So kann man als Angler sogar mit dem Fahrrad oder Roller zum Angeln fahren. Zum Aufbau der Rute werden die einzelnen Stücke ausgezogen.

Teleskoprute

Teleskoprute

Beim Angeln haben Teleskopruten dafür ihre Nachteile. Dadurch, dass die ausziehbaren Teile sich teilweise überlappen, ist die Rutenaktion beeinträchtigt. Die sich überlappenden Bereiche sind nahezu starr. Außerdem ist die Belastbarkeit bei den meisten Teleskopruten niedriger. Es gibt bei den Ruten auch nur so viele Leitringe, wie es Segmente zum Ausschieben gibt. Ein weiterer Nachteil der Teleskoprute. Weitere Nachteile und Vorteile zu Teleskopruten sind auch auf Anglerpage.de beschrieben. Auch dort wird die Qualität der Teleskopruten bemängelt.

Allgemeines zur Steckrute

Steckruten wirken auf den ersten Blick für Angelanfänger billiger. Es werden immerhin nur zwei oder drei einzelnen Teile zusammengesteckt – das kann doch gar nicht gut sein. Oder doch? Steckruten haben beim Angeln große Vorteile. Durch die wenigen sich überlappenden Bereiche ist die Aktion der Rute durchgehend. Im Drill macht sich dies bemerkbar. Das Biegeverhalten ist deutlich besser. Dadurch sind die Ruten auch belastbarer.

Rutentasche für Karpfenruten

Rutentasche für Karpfenruten

Einen großen Nachteil haben sie dennoch: Sie benötigen beim Transport viel Platz. Ich hatte z.B. Probleme ein ausreichend großes Rutenfutteral für meine Karpfenruten zu finden. Bei einer 3,80 m langen Rute muss das Rutenfutteral mindestens 1,90 m lang sein, wenn sich die Rute zwei mal teilen lässt.

Fazit: Teleskoprute vs. Steckrute

Für welchen Rutentyp man sich entscheidet ist Geschmackssache. Ich mag Steckruten für Angelgewässer in meiner Umgebung lieber. Beim Angeln und im Drill ist mir das gute Biegeverhalten wichtig. Daher angele ich an den Vereinsgewässern nur mit Steckruten. Sie sind auch schneller aufgebaut. Einfach zusammenstecken und fertig. Bei den Teleskopruten muss man die Teile zwar nur herausschieben aber oftmals nachträglich die Position/Stellung der Ringe kontrollieren und verbessern. Das nervt auf Dauer.

Dagegen tausche ich meine Teleskoprute niemals gegen eine Steckrute ein, wenn es darum geht zu Fuß viel unterwegs zu sein. Für einen Angelurlaub würde ich daher immer eine Teleskoprute nehmen, wenn man mit der Rute viel unterwegs ist. Diese ist im Rucksack schnell verstaut, kann aber auch schnell zum Angeln fertig gemacht werden.

Teleskopruten gibt es im Angelgeschäft bereits ab 40 Euro. Sie können aber auch 120 Euro und teurer werden. Steckruten gibt es je nach Modell bereits ab 30 Euro. Sie können aber auch je nach Einsatzzweck bis zu 400 Euro und mehr kosten. Für eine gute Angelrute würde ich etwa 100 bis 150 Euro ausgegeben – ohne Angelrolle.

Das könnte dich auch interessieren:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.